Philosophie
Wein ist unser Leben
Winzer aus Leidenschaft, ein großes Abenteuer und eine Verpflichtung! Nur Trauben aus den eigenen Weinbergen werden zu frischem Most gepresst und reifen langsam unter ständiger Kontrolle zu anspruchsvollen Moselweinen. Von der Rebe bis zur Flasche, dass zeichnet uns aus.
Seit Generationen ein Familienbetrieb
Bei uns ist viel passiert Eine spannende Reise durch die Geschichte unseres Winzerhofs...
1739
Der Name Liebfried wurde erstmals in der Nehrener Chronik und in Steuerbüchern erwähnt.
1898
Die gesamte Rebfläche in Nehren betrug 7 Hektar auf der insgesamt 25 Fuder (25.000 ltr.) Wein geerntet wurden. Der Name Liebfried war immer mit der Landwirtschaft verbunden.
Als Samenhändler zogen die Großeltern, Anna und Martin Liebfried, nach dem Krieg durch die Eifel. Um die Familie satt zu bekommen, hatte man auch Ackerbau und Viehzucht. Von Weinbau allein konnte man nicht leben.
1967
Sybilla und Rudolf Liebfried bauten einen Winzerhof am Ortsrand. Hochwasserfrei musste er sein. Samenhandel und Landwirtschaft waren aufgegeben und man konzentrierte sich auf den Weinbau und 2 Gästezimmer mit fließend warm und kalt Wasser.
1979
Rudolf und Elke heirateten. Nun vergrößert man den Betrieb, Kellerräume, eine Weinstube und eine Wohnung für die Eltern. Die Familie wurde größer 1981 Rolf, 1984 Johanna, 1989 Frank. Nach der Wende 1989/90 wurden 4 neue Gästezimmer mit Dusche/WC gebaut. 1996 wurden die Kellerräume beider Häuser mit einem Tunnel verbunden. Bald darauf mussten wir wegen Witterungsschäden die Terrasse überdachen und so entstand ein wunderschöner heller Frühstücksraum für die Gäste.
1989
Nach der Wende 1989/90 wurden 4 neue Gästezimmer mit Dusche/WC gebaut.
1996
Kellerräume beider Häuser wurden mit einem Tunnel verbunden.
2000
Rolf zieht es nach dem Abi 2000 und seinem Studium in die weite Welt.
2003
Planung und Bau unserer "Villa Nogaria" mit sehr schönen Ferienwohnungen. Der Name "Villa Nogaria" bedeutet Haus an der Nusshecke, ursprünglich römische Siedlung bereits 634 urkundlich erwähnt. Das heute kleine Dorf Nehren hat 113 Einwohner und ist eine selbstständige Gemeinde. Johanna macht 2003 Ihr Abi und lernt im Kemperhof Hebamme. (man findet Sie unter moselhebamme.de)
2006
Im Jahr 2006 macht Frank seinen Schulabschluss und beginnt seine Lehre in seinem Traumberuf Winzer. Die ersten zwei Jahr lernt er bei Dr. Ulrich Stein in Alf und das dritte Lehrjahr widmet er dem Rotweinanbau in der Pfalz im Weingut Knipser. Seine Winzerlehre besteht er mit der Note sehr gut. Im Anschluss der Lehre besucht er noch 2 Semester Weinbauschule mit dem Abschluss Wirtschafter.
2011
Es folgen im Jahr 2011 die Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Weinbau und Ökologie. Diese schließt er als Staatlich geprüfter Techniker mit Bravur ab
2012
Voller Stolz schauen wir auf die Leistung unserer Kinder. Frank arbeitet seit 2012 mit vollem Einsatz im Elterlichen Betrieb. Eine Herausforderung für jung und alt. 3 Generationen leben und arbeiten nun auf dem Winzerhof.
2015
Frank stellt sich 2015 einer neuen Herausforderung und wagt den Schritt einer großen zeitgemäßen Investition als Lohnunternehmer mit einem Traubenvollernter. Herbst 2015 - 2016 und 2017 ist die Maschine im Einsatz und die Männer stocken den Maschinenpark mit einem Vorschneider und einer Heftmaschine auf.
2018
2018 den Neukauf eines technisch voll ausgereiften modernen ERO Vollernter mit Sortiertisch. Eine noch bessere Qualität kann nun im Herbst eingebracht werden.
Das soll nicht heißen, dass keine Handarbeit mehr gefragt ist. Im Frühjahr die Reben schneiden, biegen und die Laubarbeiten im Sommer werden selbst in den flachen Weinbergen noch mit viel arbeitsintensiver Handarbeit erledigt. Auch im Herbst werden in unseren Steillagen die Trauben noch immer von unseren Freunden und der Familie von Hand verlesen. Wir können und wollen uns aber der modernen Technik nicht verweigern und schauen voll Zuversicht in eine gute Zukunft des Moselweinbaus
2019
Bau einer Maschinenhalle mit Waschplatz und Werkstatt für unsere Vollernter. Im Frühjahr stellt sich Frank für die Belange der Ortsgemeinde zur Wahl in den Gemeinderat auf. Mit 86 % der Stimmen wurde er mit 29 Jahren der jüngste Bürgermeister der Verbandsgemeinde Cochem-Zell.
2020
Wir stocken den Fuhrpark mit einem 3. Vollernter auf. Corona bedingt dürfen wir Ostern unser Gästehaus nicht öffnen. Im Weinverkauf müssen wir neue Wege finden. Doch die Familie rückt näher. Kinder und Enkelkinder aus München reisen im März an und keiner weiß wohin die Reise geht und wie lange sie dauert. Wir wachsen wieder als Großfamilie und 12 Personen sitzen 3 Monate lang gemeinsam am Mittagstisch. Keine Gäste doch die Außenarbeit in den Weinbergen geht weiter. Die Natur wird grün, der Frühling zeigt uns nach vorne schauen, es geht weiter. Unsere Weinfreunde bestellen auch weiterhin und werden mit dem Paketdienst beliefert.
Ab 18. Mai gibt die Regierung grünes Licht und wir dürfen mit den vorgeschriebenen Corona Hygienemaßnahmen unsere Gäste wieder Herzlich Willkommen heißen. Ab Mitte Oktober müssen wir alle Buchungen wieder stornieren. Corona tritt wieder in der Vordergrund.
2021
Ankauf von Weinbergsflächen. Ostern Coronabedingt wieder keine Gäste. Ab 12. Mai darf das Gästehaus wieder öffnen. Unser Haus lebt mit den Gästen.
2022
Corona ist in den Hintergrund gerückt und die neue Normalität ist wieder da. Ohne Maske mit einem Lächeln, das man nicht nur in den Augen sieht. Seit vielen Jahren haben wir einen Lehrling eingestellt. Wir schauen nach vorn. Es geht weiter!
2023
Im Herbst versuchen wir es mit dem Federweißen Verkauf ab Hof. Frisch aus dem Fass direkt vom Winzer...Läuft gut an. Qualität und naturnaher Anbau sind wieder gefragt.
2024
8. Januar Bauernproteste am deutschen Eck in Koblenz. Gut organisiert fahren in alle Frühe viele Winzer Kollegen mit Ihren Traktoren ab Hof-Liebfried ans Deutsche Eck. Kindergärten stehen mit kleinen Traktoren an der Hauptstraße. Bei der Bevölkerung ist es angekommen, nur in Berlin bewegt sich nichts. Man hat die Traktoren am Nachmittag nicht in die Stadt Koblenz einfahren lassen. Es war eine friedliche Demo.
2025
Neubau einer Maschinenhalle oberhalb vom Weingut in Mitten der Weinberge. Wir fühlen einen großen Umbruch. Immer mehr Weinbaubetriebe geben auf. Bedingt durch mehr Bürokratie und Auflagen. 1964 gab es den Slogan der Mosel-Weinwerbung "Ohne Winzer keine Mosel". Es liegt an uns der deutschen Landwirtschaft ein Gesicht zu geben. Wald, Wiesen, Getreide, Viehhaltung oder Weinbauern. Für unsere Kinder und Enkelkinder und alles was noch kommt, liegt in unseren Händen.